Wir freuen uns, die Veröffentlichung unseres neuesten Artikels „Assessing the neoliberal state in the bioeconomy: evidence from Germany“ von Maria Proestou, Nicolai Goritz und Peter H. Feindt in der Fachzeitschrift „Sustainability: Science, Practice and Policy“ bekannt zu geben.

Der Artikel befasst sich mit einer zentralen Debatte in der Bioökonomie-Forschung: Inwieweit kann die Bioökonomie als neoliberales politisches Projekt verstanden werden? Während die Bioökonomie in der bisherigen Forschung oft als von marktorientierten Logiken getrieben charakterisiert wurde, die die Natur zur Ware machen und die soziale Inklusion einschränken, war sie zugleich von konzeptionellen Unklarheiten und widersprüchlichen empirischen Befunden geprägt.

Um diese Debatte voranzubringen, entwickeln die Autor:innen einen neuartigen analytischen Rahmen, der 13 Kriterien eines neoliberalen Staates umfasst und entlang vier Schlüsseldimensionen der Umweltpolitik strukturiert ist: regulativ, administrativ, diskursiv und autoritär. Durch die Anwendung dieses Rahmens auf die deutsche Bioökonomie liefert die Studie eine systematische Bewertung staatlicher Aktivitäten und deren Ausrichtung an neoliberalen Prinzipien.

Mit ihrer empirischen Untermauerung trägt die Publikation zu einem besseren Verständnis der politischen Ökonomie der Bioökonomie und ihrer Auswirkungen auf die Verwirklichung eines transformativen und nachhaltigen Wandels bei.

Der vollständige Artikel ist hier..